Aki-Pekka Sinikoski


Finnish Teens

 

Aki-Pekka Sinikoski hat nach Teenagern gesucht, die vor der Tür zur Selbständigkeit stehen.

Auch darin zeigt sich ein entscheidender Grenzübertritt, wie er in Joseph Conrads

„Schattenlinie“ ein eindrückliches literarisches Denkmal gefunden hat. Diese feine Linie

zwischen Kindheit und Erwachsenendasein ist oft erst im Rückblick zu erkennen, und auch

dann nur schemenhaft: Meist ist der Übergang fließend, in anderen Fällen wird er von einem

wesentlichen Ereignis markiert.

„Viele von den Jugendlichen, die ich fotografiert habe, leben noch bei ihren Eltern, entwickeln

aber parallel stark die eigene Identität. Dies kann zu Konflikte mit den Werten des

Elternhauses führen. Die Fotos zeigen die Übergangsphase, wenn die eigene Flügel noch

nicht tragen, obwohl sich der Jungendliche bereits stark nach der großen Welt sehnt.“

Diese Jugendlichen wurden entweder zuhause oder in einer anderen alltäglichen Umgebung

fotografiert. Das helle Licht, das Sinikoski bei seinen Inszenierungen einsetzt, verleiht

die Fotos einen ähnlichen Effekt, wie man ihn von Bildern aus der Werbung kennt.

„Die Bilder zeigen eine bildschöne Welt, die aber vom Alltag kaputtgeschlagen wird.“ Der

Fotograf selbst sieht seine Bilder als Dokumente oder Erzählungen, die einander überlappen.

„Eine Sammlung von Erzählungen beschreibt das Leben, das man nicht mehr als

sein eigenes spüren kann. Sie erzählt vom Warten auf den Moment, wenn man sich neu

erfindet.“