René Sikkes


Fotoserie „Flatland“


Wenn es um Erinnerungen geht, stößt die Fotografie an ihre Grenzen. Das, was war, kann man denken, aber nicht fotografieren.
Als ich vor einem Jahr in meine Heimat zurückkehrte, um die Orte zu besuchen, an denen ich aufgewachsen bin, wurde mir klar, dass nichts mehr so war wie früher. Ich fand mich in einer Umgebung wieder, die zugleich vertraut und fremd für mich war. Die Bilder, die ich machte, zeigten nicht, was ich zu wissen glaubte. Für meine Vergangenheit war die Zeit nicht stehen geblieben.
Während dieser Reise vermischten sich meine früheren Erinnerungen mit den Eindrücken des Augenblicks. Nur die Fotos steckten zwischen den Grenzen der Zeit fest. Sie blieben Bilder von dem, was ist, ohne Verbindung zu dem, was war. Erst als die Bilder ergänzt wurden und über die Grenzen der Realität hinausgingen, versöhnten sich Vergangenheit und Jetzt.