Michael Dörr


„tilfinningaþrungið landslag“

 

In der vorliegenden Arbeit werden die Grenzen des Materials Film ausgelotet. Die Filme wurden

vor dem Fotografieren mit anorganischen oder organischen Substanzen behandelt (z.B. in

Salzwasser gekocht, in Zitronensaft gebadet, mit Schallplattenreiniger behandelt usw.). Durch die

grenzwertige Behandlung der Filme entstehen Fotografien, die wie Szenen aus Träumen oder

Erinnerungen anmuten. Sind die Dinge, die wir sehen, real, oder sehen wir Dinge, von denen wir

uns nur einbilden oder wünschen sie zu sehen? Von der Fotografie wird erwartet, dass sie narrativ

oder dokumentarisch ist. Durch die Behandlung verliert das Material Film diese Eigenschaften.

Motive lösen sich im wahrsten Sinne des Wortes auf. Mehr noch: es entstehen neue Abbildungen.