Mark McGuinness


Dreaming of Figure Eights


Die in der Ausstellung gezeigten Bilder von Mark McGuinness stammen aus der Serie Dreaming of Figure Eights. Dieses Projekt reflektiert die physischen und psychischen Auswirkungen von Macht und Einfluss auf die Landschaft und das Leben der Menschen im Südlibanon. Mark McGuinness bereiste im Jahr 2016 für einen längeren Zeitraum den Südlibanon und machte während dieses Aufenthalts diese Aufnahmen. Er ging in ein Gebiet, in dem das Leben irgendwie weiterging, während weitaus größere Mächte daran arbeiteten, die ideologischen Grenzen zu beeinflussen und dem gesamten Nahen Osten ein neues Gesicht zu geben.

 

Die meisten Bilder stammen aus der südlichen Küstenstadt Tyrus, nur wenige Kilometer von der Grenze zu Israel entfernt. Obwohl der Grenzzaun nicht durch die Stadt führt, spielt sich das Leben der Menschen dort ständig in seinem Schatten ab. Von erhabenen Sonnenuntergängen, die durch die Spuren von Kampfflugzeugen unterbrochen werden, bis hin zu rostigen militärischen Gegenständen, die aus früheren Kriegen stammen, gibt es hier vieles, was den Menschen die nahe Grenze und den ungelösten Konflikt immer wieder vor Augen führt. Die Bilder sind in einer kühlen Reportagetechnik gehalten, die zwar sehr persönliche Geschichten erzählt, dabei aber etwas Abstand hält.