Julia Murakami


Julia Murakamis Werke verstehen sich als visuelle Erkundung

einer verloren gegangenen Zeit. Ob festgehalten

als bühnenhafte Inszenierung oder Kosmos sonderlicher

Mischwesen: Dargeboten werden voyeuristische

Einblicke in eine in der Psyche verankerten Welt.

Versteckte Referenzen zwischen den Arbeiten (wie etwa

der Pudel aus der OUAT-Serie, der als Motiv in „Forgotten

Memories Of The Joyous Circus“ oder den „Berlin

Series“ wieder aufgegriffen wird) und spielerisch eingeflochtene

„Cameoauftritte“ der Protagonisten verbinden

Julia Murakamis Arbeiten zu einem einheitlichen Gesamtwerk.

In behutsam inszenierten Selbstporträts schlüpft sie in

die Rolle der Bewohner jener vergessenen Welt – wundersame

Hybridwesen mit Tierköpfen und menschlichen

Körpern – hier Anlehnung an griechische Sagen, dort

die Suche nach dem längst Verlorenen: die Erinnerung,

Sehnsucht, der Traum, der Verlust.