Jule Kühn


Weißes Rauschen

Unsere Identität ist unweigerlich an unser physisches Dasein gebunden –

Körper und Geist funktionieren in feinem Zusammenspiel, welches wir, solange wir gesund sind,

als Selbstverständlichkeit begreifen und kaum wahrnehmen.

Aber was passiert, wenn dieses Zusammenspiel aus dem Gleichgewicht gerät?

Wenn wir psychisch oder körperlich erkranken, beginnt sich das gewohnte Selbstverständnis aufzulösen

und unsere Identität wird in Frage gestellt.

 

Die Selbstwahrnehmung wird unverlässlich und deren Überprüfung zugleich zum Zwang.

Meine Arbeiten bewegen sich im Spannungsfeld zwischen Taubheit und Schmerz, Auflösung und Isolation, Tosen und Stille und beruhen auf autobiographischen Erfahrungen zu diesen Themen.