Heike Günther


„Am Limit“


Eine Grenzerfahrung ganz besonderer Art stellt der Ausstellungsbeitrag von Heike Günther
dar, für den sie Annette H. durch das Jahr ihrer Krebsbehandlung begleitet hat. Sie
zeigt Momentaufnahmen aus einem Alltag, in dem das Familienleben weitergeht, aber
nichts mehr selbstverständlich ist.
„Niemand ist alleine krank“ sagt Annette H. Für sie bedeutet das, offen mit ihrer Situation
umzugehen und die schönen und schrecklichen Erfahrungen mit ihrem Umfeld zu teilen.
Die Arbeit reflektiert die Grenzen menschlichen Daseins zwischen Leben und Tod, Krankheit
und Gesundheit, Einsamkeit und Gemeinschaft.
Heike Günthers Interesse gilt dabei besonders der Frage, wie Menschen, deren Leben
existenziell verunsichert wird, das Gefühl für ihre innere Kraft bewahren. Dabei bedient
sie sich einer Bildtechnik, die ganz im klassisch dokumentarischen Bereich bleibt. In arbeitstechnischer
Hinsicht entzieht sie sich dadurch dem Drang, Grenzen des Mediums zu
überschreiten.