Ellen Markgraf


‘Fensterbilder’

 

 

 

Es gibt ein Haus am Plattensee in Ungarn, das mich immer wieder magisch anzieht. Je nach Wetter- und Lichtverhältnissen verändern sich die ‘Stimmungen’ des Hauses , das eine Vielzahl von Details aufweist.

 

Es ist bereits ein Grenzgang, mich dem Haus als Motiv mit dem Teleobjektiv zu nähern, und in gewisser Weise ein nicht öffentliches Objekt in den Fokus zu nehmen.

 

Der andere Grenzgang bezieht sich auf die, für die Bewerbung ausgewählten, Motive selbst.

 

Irritierend wirkt die Vermischung, die durch die Spiegelungen entsteht, denn einerseits ist etwas vor der Kamera und durch die Spiegelung auch hinter der Kamera.

 

Die floralen Elemente der Gardinen verbinden sich mit den gespiegelten Blättern der Bäume ‘dahinter’. Ein Zaun ist zum Teil sichtbar, auch Teile der Fensterrahmung … ein konkreter Anhaltspunkt steht somit im Kontrast zu den irritierenden Fensterflächen mit den Spiegelungen.

 

Und als einen weiteren Grenzgang kann man die Fotografien insofern nennen, als sie fast malerisch wirken … im Sinne des Abstrahierenden.