Bettina Gorn


Klagelieder

 

Fotografie dient mir als Medium der künstlerischen Reflexion über Zeit, Vergänglichkeit und Erinnerung, das stets den menschlichen Körper in seiner Verletzlichkeit und Bewegtheit im Fokus hat. In meinem Interesse liegt es, das Momenthafte und Prozesshafte zu visualisieren. Fotografieren heißt für mich bewegtes Suchen und Experimentieren mit Blick auf das Wesenhafte hinter den sichtbaren Dingen.

Der Zyklus „klagelieder“ thematisiert Verlust und den Umgang damit. Trauer und Abschied im Ritual des Klageliedes als Teil einer Phase des Übergangs.

Der zentriert statische Bildaufbau vermittelt einerseits den Moment des Verharrens, andererseits entsteht durch Unschärfe ein dynamischer Eindruck der Auflösung und Bewegung. Die Protagonisten treten nach vorne und stehen im Wechselspiel zwischen Licht und Dunkel, zwischen Reduktion und Zeichnung.