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Wiesbadener Fototage wechseln in den Triennale-Turnus

Ab 2019 werden die Wiesbadener Fototage als Triennale fortgesetzt. Auf Anregung des Kulturfonds Frankfurt RheinMain haben sich die Wiesbadener Fototage, die Darmstädter Tage der Fotografie und die RAY Fotografieprojekte Frankfurt/Rhein Main einvernehmlich auf einen triennalen Turnus geeinigt. So wird in der Rhein-Main-Region jährlich abwechselnd ein Fotofestival stattfinden. Die nächsten Wiesbadener Fototage finden somit im August 2022 statt.

 

Die Weiterentwicklung der Wiesbadener Fototage wird vom Kulturamt der Landeshauptstadt Wiesbaden und dem Kulturfonds Frankfurt RheinMain als wichtigste Partner begleitet und finanziell gefördert.


Wiesbadener Fototage mit dem Kulturpreis 2019 der Landeshauptstadt Wiesbaden ausgezeichnet

Die Wiesbadener Fototage wurden 2019  von der Landeshauptstadt mit dem „Preis zur Förderung des kulturellen Lebens“, dem Kulturpreis, ausgezeichnet. Dies entschied die Jury nach Mitteilung der Stadtverwaltung unter dem Vorsitz des Kulturdezernenten Axel Imholz (SPD) einstimmig.

 

Zur Jury gehörten neben dem Kulturdezernenten die kulturpolitischen Sprecherinnen und Sprecher der Rathausfraktionen (Dorothea Angor, Hartmut Bohrer, Gabriele Enders, Dr. Klaus-Dieter Lork, Wilfried Lüderitz, Hendrik Schmehl, Claudia Spruch) und der Kulturamtsleiter Jörg-Uwe Funk. Der Preis ist mit 5000 Euro dotiert und wird für besondere Leistungen auf den Gebieten Bildende Kunst, Musik, Literatur oder Darstellende Kunst vergeben.

 

„Reinhard Berg und Frank Deubel haben in den vergangenen Jahren ein beeindruckendes Festival aufgebaut, dass weit über die Region ausstrahlt.“  (Axel imholz, Kulturdezernent)


Die Preisträger*innen Wiesbadener Fototage 2019

 

Publikumspreis

Benita Suchodrev mit »48 Hours Blackpool«

 

Die zahlreichen Besucherinnen und Besucher der diesjährigen Wiesbadener Fototage mit dem Titel »Grenzgang Fotokunst« haben ihre Stimme mehrheitlich der Schwarz-Weiß-Serie »48 Hours Blackpool« der in Berlin lebenden Fotografin Benita Suchodrev gegeben.

 

»Intuitiv, waghalsig, und ohne zu zögern, fängt sie stets den entscheidenden Augenblick ihrer Begegnungen im sommerlichen Blackpool ein. Die kontrastreichen Schwarz-Weiß-Fotografien sind intensiv, doch ohne Sensationslust. Suchodrevs Fotoarbeiten sind eine Gesellschaftsstudie voller Authentizität und Poesie; eine zeitgenössische und zugleich zeitlose Entdeckungsreise durch Bingo-Salons, Hot-Dog-Stände und Burlesque-Theater, wo skurrile Typen, Mamas und Papas, Kinder und Möwen spielen gehen.«

 

Preis der Jury

Fotostudio für Blinde Fotografen mit Susanne Emmermann, Mary Hartwig, Silja Korn und Gerald Pirner

 

Vier erblindete Fotografen*innen - Susanne Emmermann, Mary Hartwig, Silja Korn und Gerald Pirner - haben zusammen mit Karsten Hein im Juni 2018 ein gemeinsames Fotoatelier in Berlin gegründet. Betitelt wurde es als ein Ort für Visionen. Auf Ihrer Facebook-Seite steht dazu: »Jeder Fotograf braucht eine innere Vision von dem Bild, das er machen möchte. Blinde Fotografen kultivieren diese innere Vision und realisieren sie mit einem Apparat, der mehr umfasst als die Kamera selbst.«

 

Deutlicher kann ein »Grenzgang der Fotokunst« nicht vor Augen geführt werden, als etwas zu präsentieren, dass von den Akteuren selbst nicht gesehen werden kann. Alle vier Fotografen*innen schaffen intime und lautlose Bilder, indem sie die Technik des sog. »Lightpaintings« nutzen und so das Charakteristikum ihrer Arbeiten schaffen, nämlich das Licht als ein besonderes Fluidum, als eine Aura oder eben eine innere Vision zu veranschaulichen. Insofern geht der Jurypreis an die Gruppe des »Fotostudios für Blinde Fotografen« für ein zukunftsweisendes und herausragendes Fotoprojekt von hoher sowie gleichartiger Qualität.